[Eigentlich.]

tumblr_nk8txfqvMP1raeqp4o1_1280

Eigentlich möchte ich gar nicht schreiben. Eigentlich möchte ich nur was los werden. Eigentlich möchte ich nur, dass du wieder da bist. Ich weiß nicht wie das hier ohne Dich gehen soll.

„I find a map and draw a straight line over rivers, farms and state lines. The distance from A to where you’d B it’s only finger lengths that I see.“

Snow Patrol – Set the fire to the third bar

Ich vermisse dich.

S.

 

 

Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

Processed with VSCOcam with t1 preset

„Man ey, früher waren wir echt megapeinliche Teenies!“

Heute lachen wir über uns, wenn wir zurückdenken. Dann kichern wir wie kleine Mädchen, schämen uns vielleicht ein bisschen und trinken Rotwein dabei. Erinnern uns an die Weißt-du-noch Momente und wünschen uns noch einmal zurückzugehen. Zurück in die Zeit, als sich irgendwie alles noch so einfach angefühlt hat, zumindest fühlt es sich jetzt gerade so an, als wäre es einfacher gewesen.

Man sagt immer, man soll in die Zukunft blicken, aber ist es denn so falsch, wenn man sich wünscht, noch mal alles zu erleben? Wir wollen auch gar nichts verändern, wir wollen nur noch mal genau diese Zeit haben, an diesen einen Moment zurück. Noch mal dort auf der Wiese stehen und noch einmal das Bier trinken, was wir in den Händen hielten und diesen einen Jungen küssen, der damals alles für uns war. Noch einmal auf die selben Partys gehen und noch mal dort an der Theke stehen. Weil es so schön war und weil es ganz anders war. Als jetzt.

Wir wollen noch einmal zur Schule gehen, weil Arbeiten scheiße ist. Wir wollen noch einmal zu Hause wohnen, weil es kostenlos war. Wir wollen noch mal Teenies sein und noch mal auf den Straßen tanzen und durch die Dörfer fahren, die wir lieben. Wir wollen noch einmal dies und das, nur nicht das, was wir gerade haben. Wir wollen Zeit, die wir nicht mehr haben. Zeit mit Menschen, die früher alle zusammen in der selben Straße wohnten und nun auf der ganzen Welt verteilt sind. Wir wollen diese Zeit, weil wir wissen, das niemals mehr alle so zusammen sein werden.

Wir denken, „früher war alles besser“, vielleicht ist das nur eine Illusion und wir sagen in ein paar Jahren, dass wir genau an diese Stelle zurück wollen, wo wir gerade sind. Wieso wünschen wir uns überhaupt irgendeine Zeit zurück? Mit Sicherheit hatten wir zu jener Zeit auch mit Problemen zu kämpfen, an die wir uns nur nicht mehr erinnern, weil nur noch die schönen Momente abgespeichert sind. Und das wird immer so sein. Heute wollen wir wieder 15 sein und in ein paar Jahren wünschen wir uns die 30 zurück..

Wir können nicht verstehen, dass man Zeit nicht zurückdrehen kann. Wir verstehen nur erst jetzt, dass was früher war, war gut, so wie es war.

Wir waren hier.

I.

Die vergangenen Jahre liegen hinter uns und wenn wir uns umdrehen sehen wir alles nur noch in schwarz-weiß, Erinnerungen, die manchmal verblassen, weil man sie mit der Zeit vergisst.

II.

Es gab einen Ort, wo wir zusammen auf Bäume kletterten und mit Kreide auf Straßen malten. Aus den bekannten Straßen hallt jetzt nur noch eine Stille, kaum zu glauben, dass wir alle mal hier waren. Alles hat dort angefangen; Der erste Freund, der erste Kuss, das erste verliebt sein, das erste Bier und die erste Kippe. Mehr als ein Jahrzehnt ist vergangen und langsam erinnert nichts mehr an uns. Es fühlt sich komisch an, durch die Straßen zu laufen und keinen von euch zu finden. An jeder Ecke eine Erinnerung, dort ein Kuss, dort ein Streit, dort heimlich geraucht, dort gelacht und dort geweint, da betrunken auf dem Boden gelegen und hier verliebt gewesen. Ich fühle mich fröhlich und verzweifelt zugleich.

III.

Es gibt Dinge, die einen so werden ließen wie man heute ist und das passiert vor allem durch Menschen, die man liebt. Wir haben uns alle dort kennengelernt, wir waren eine riesen Gang, wir waren so was von absolut die Besten der Welt. Früher gab es kein Facebook, Whatsapp und wie es alles heißt, früher mussten wir uns noch SMS schreiben. Für 21 Cent und dafür hatten wir kein Geld. Wir trafen uns einfach draußen und warteten bis alle zusammenkamen. Wir hatten geklaute Zigaretten von unseren Eltern und am Wochenende durften wir bis zwölf raus, aber auf keinen Fall später. Heute sind wir alle weit weg von dort, und doch haben wir alle dieselbe Bindung zu diesem Ort. Es gibt Plätze, die verraten wir waren hier und solange das so bleibt, ist es auch wirklich passiert. Und auch wenn sich letztendlich alle in die Welt hinaus verlieren, ist jeder, der dabei gewesen ist, immer noch in mir.

IV.

Die Dinge kommen, wie sie kommen, wir nehmen sie meistens einfach hin, auch ohne großen Sinn. Wir wollen Dinge gerade biegen und drehen uns doch immer wieder im Kreis, und fragen uns manchmal was war das denn schon wieder für ein verschwendeter Scheiß? Ein bisschen so wie Früher wäre schön oder nicht? Aber das Kommende entscheidet wer du bist. Wir sind alle weg, sind alle was geworden, haben einfach nur größere Sorgen. Immer vor die Wahl, links oder rechts? Keinen Plan was besser ist, sind immer auf der Suche nach der Freiheit und irgendwann werden auch wir zufrieden sein. Alles hat einen Grund, egal wer kommt und egal wer geht, Veränderung heißt nicht dass du stehst sondern lebst.

V.

Zurückzublicken, sorgt bei uns allen für Gänsehaut und irgendwann kehren wir vielleicht zum Teil zurück, denn seit Jahren sind wir auf der Reise und unsere Hände zeigen, dass wir was leisten. Reich werden wir von dieser Erde gehen, seelischen Reichtum kann man nur nicht sehen. Jeder einzelne wird ein Sieger sein, du brauchst nur Mut um zu leben.

VI.

Jeder von uns ist in dem Herzen von dem anderen und manchmal treffen wir uns alle noch, reden über Vergangenes und über das Jetzt. Sind erwachsen geworden und haben uns geschworen, für immer alle zusammen zu gehören. Es gibt heute noch diesen schönen Ort am Fluss. Wir hinterließen Schatten, wir waren da, ich hab’s gesehen. Deutlich und nah.

Processed with VSCOcam with p5 preset Processed with VSCOcam with g3 preset Processed with VSCOcam with p5 preset Processed with VSCOcam with f2 preset Processed with VSCOcam with f2 preset        Processed with VSCOcam with p5 preset

und irgendwie bist du anders, irgendwie so wie ich.

377861_2092778412682_1572467734_n

 

für sarah.

wie fängt man texte über die schönsten freundschaften an und wie sollen eigentlich worte ausdrücken können was man füreinander fühlt? ich kann um längen nicht so schöne poesie aus meinem gehirn kratzen, wie es aus deinem herz pulsiert, deshalb krame ich aus der letzten ecke meines herzens ein paar worte aus und versuche sie zusammenzukleben, so wie du und ich immer zusammengehören und einander hängen, als wären wir siamesische zwillinge.

unsere freundschaft ist eine geschichte, die nur wir kennen und nur wir erzählen können, die nur wir zusammen geschrieben haben, die wir gemeinsam in unseren herzen teilen, weil nur wir wissen wie es war und wie es heute ist, weil nur wir wissen, wie wir uns gefühlt haben und wie wir heute fühlen.

08.11.2002

erinnerst du dich an den tag, als du das erste mal an meiner tür geklingelt hast? als deine augen mich angefleht haben mit dir auf spielplätzen zu spielen, auf berge und bäume zu klettern und auf wiesen barfuß zu laufen, die schuhe wegzuwerfen und frei zu sein, irgendwie noch kind zu sein?

erinnerst du dich noch, was wir alles erlebt haben, was wir alles gefühlt haben? erinnerst du dich an die spinne an deiner decke und erinnerst du dich an die chipskrümel in deinem bett? erinnerst du dich an den vermeintlichen einbrecher und erinnerst du dich an die dunkelheit der straßen, wenn nachts alle laternen aus waren? erinnerst du dich an jede zigarette, die wir zusammen geraucht haben und erinnerst du dich an dieses glänzenden nächte, in denen wir das erste mal betrunken waren? erinnerst du dich an die erste liebe und die einsamkeit, die sich manchmal in unser herz schlich? erinnerst du dich daran, wie wir immer unsere kleidung getauscht haben und uns die nägel lackiert haben? erinnerst du dich, wie wir unsere namen in der bushaltestelle in das holz eingeritzt haben und erinnerst du dich, wie wir uns zwei jahre aus den augen verloren haben, als du weggezogen bist? erinnerst du dich wie wir uns wieder gefunden haben?

wir haben so viel zusammen gelacht und geweint und gelitten, manchmal auch gestritten, geraucht und getrunken und sind immer wieder in dasselbe bett gesunken. wir sind nachmittags verkatert aufgewacht und haben wieder über diese ganzen nächte nachgedacht. haben wieder und wieder alles versaut und uns immer wieder gegenseitig aufgebaut. uns wurden mindesten zwölf herzen gebrochen und doch haben wir uns immer wieder gut zugesprochen. haben uns immer aneinander hochgezogen und haben uns niemals betrogen. wir haben so viele lieder über herzschmerz und kummer mitgesungen und doch ist uns das leben meistens irgendwie gelungen.

erinnerst du dich noch, wie uns der korkenzieher kaputt gegangen ist, weil wir immer so viel rotwein getrunken haben? erinnerst du dich noch wie wir im wald standen und uns die seele und alle probleme aus dem leib geschrieen haben? erinnerst du dich an die ganzen leeren biergläser in den zwölf kirmeszelten und erinnerst du dich an jede zeile auf den vollgekritzelten tischdecken? erinnerst du dich an unsere gebrochenen herze und die ganzen küsse jedes einzelnen jungen, von denen du mir erzählt hast? erinnerst du dich an den schmerz, den ich dir immer versucht habe zu nehmen und erinnerst du dich an jedes wort, das ich dir gesagt habe, wenn der boden unter dir zusammengebrochen ist? erinnerst du dich daran, als du weggezogen bist oder als ich weggezogen bin und wir beide nicht mehr nur sieben kilometer entfernt voneinander weggewohnt haben?

Ich erinnere mich an alles und noch viel mehr, viel zu viel um alles aufzuzählen, Ich erinnere mich an punching in a dream und daran, dass wir niemals hier sein wollten. und vor allem erinnere ich mich an chicago. ich erinnere mich an jetzt und an dich und ich erinnere mich an all die geschichten die noch kommen und die wir auch irgendwie überleben. weil wir beste freundininnen sind, so richtige mädchen eben und so schön kitschig.

deine s.