Mein neues Glück.

Vor ein paar Tagen habe ich Yoga für mich entdeckt. (Ich weiß, ich bin spät :-D) Zum einen entspannt es mich total und andererseits fordert es mich heraus. Ich lerne meinen Körper auf eine ganz neu Weise kennen und verrenke mich voller Freude jeden Tag. Wenn ich morgens aufwache oder abends ins Bett gehe, kann ich gar nicht mehr anders und muss es einfach tun. Es ist wie eine Droge! Es ist meine neue Liebe, mein Glück und meine Entspannung. Inzwischen kann ich mit meinem Körper Sachen, die ich vorher nie für möglich gehalten habe und es macht mir auch noch Spaß! Ich bin voller Energie und Ehrgeiz. Irgendwie bin ich auch viel positiver und fröhlicher gestimmt, in den meisten Situationen. Ich bin noch lange kein Profi und mache bestimmt einiges falsch aber jeder Anfang ist ja bekanntlich schwer. Am meisten macht mir allerdings das kopfüber „rumhängen“ spaß. 😀

Ich kann es selber kaum glauben, dass ich (!) mich für Bewegung begeistern kann, eigentlich hasse ich ja alles was mit Sport zu tun hat und bin früher schon nach 10 Meter Joggen zusammengebrochen. Hätte mir einer erzählt, dass ich irgendwann mit Yoga anfange, hätte ich wohl nur laut gelacht. Em, na ja, eigentlich habe ich immer gelacht, wenn mich meine Mitbewohnerin wieder mal für Sport begeistern wollte… So ändern sich eben die Dinge!
Versucht es doch auch einfach mal! 🙂

Ps: Nur der böse Muskelkater ist noch mein Feind, aber den werde ich auch noch los!

IMG_0980

IMG_0981

IMG_0979

Advertisements

So schön wie das Meer, so kalt wie Alaska.

“And in the end,

we were all just humans drunk on the idea that love,

only love,

could heal our brokenness.”  

F. Scott Fitzgerald, The Great Gatsby

Ich habe da so einen Menschen. Ich hab mal gelesen, dass man ihn Kryptonit-Mensch nennt.

Ich habe ihn einige Monate nicht gesehen und auch nichts mehr von ihm gehört, vielleicht ist es besser so. Denn Kryptonit macht Superhelden schwach, so wie er mich schwach macht, und ich bin nicht mal ein Superheld. Er macht mich willenlos und abhängig und egal wie lange ich ihn nicht gesehen habe, alles geht von vorne los. Immer und immer wieder.

Ich habe seine Nummer gelöscht, damit ich ihm nie wieder schreiben kann, betrunkene sms waren nie gut für uns beide, denn es endete immer wieder in einem Haufen Scherben, den ich dann wieder mühsam zusammenkleben musste. Inzwischen warte ich auch nicht mehr darauf, dass er mir schreibt, denn ich weiß, dass er das nicht mehr machen wird. Früher hat er das öfters gemacht, aber inzwischen hat sich vieles geändert. Er gehörte zwei Jahre zu meinem Leben und jetzt ist er nicht mehr da, obwohl er nur zwei Straßen weiter wohnt und ich jeden Tag an seinem Haus vorbeifahre und heimlich hoch in sein Fenster schaue. Ich sehe ihn zum Glück aber nie, das würde mich sicherlich in alte Muster zurückwerfen.

Ich habe längst jemanden neues gefunden und ich bin auch sehr glücklich, dennoch ändert das nichts daran, dass es manchmal noch weh tut, wenn ich ihn sehe, wenn er mich anguckt, wie er mich anguckt oder wenn sich zufällig unsere Hände berühren, es brennt wie Feuer auf meiner Haut und ich weiß, dass es nicht gut ist, nicht gut für uns beide. Wir sind nicht gut genug und waren es auch nie. Ich weiß, dass er das selbe für mich empfindet oder empfunden hat. Ich weiß aber nicht, ob ich ihn jemals vergessen kann oder ob es besser wird, ob es ihm jetzt anders geht. Wir haben uns nie ausgesprochen. Immer wieder haben wir uns gegenseitig verletzt und gesagt, dass es aufhören muss und sind doch nie voneinander losgekommen. Aber es ist richtig so, wie es jetzt ist. Es hat aufgehört.

Die letzten Male als ich ihn gesehen habe, war er immer noch schön, aber er war anders als früher, er war kalt, und ich glaube, dass er inzwischen nicht mehr an mich denkt. Deshalb muss ich auch endlich stark sein und das Kryptonit nicht mehr an mich heranlassen.

Ich war nie mit ihm zusammen und dennoch hat er mein Herz irgendwie kaputt gemacht, es hat jetzt einen Riss, obwohl doch alles immer nur eine heimliche, kleine Liebeslüge war. Für mich und für ihn.

Du selbst bist dein einziger Feind.

„Es stimmt nicht, wenn Du glaubst, daß Glück einzig und allein zwischenmenschlichen Beziehungen entspringt. Gott hat es überall um uns herum verteilt. Es steckt in jeder kleinen Erfahrung, die wir machen. Wir müssen einfach den Mut haben, uns von unserem gewohnten Lebensstil abzukehren und uns auf ein unkonventionelles Leben einzulassen.

Vor allem möchte ich Dir sagen, daß Du weder mich noch sonstwen brauchst, um dieses neue, hoffnungsfrohe schimmernde Licht in Dein Leben zu bringen. Du mußt nur zur Tür hinausgehen und die Hand danach ausstrecken und schon ist es Dein. Du selbst bist Dein einziger Feind, Du und deine Sturheit, mit der Du Dich weigerst, Dich auf etwas Neues einzulassen.“

Into the wild –  Brief von Christopher McCandless an Ron.