Happy 2014.

für meine liebste sarah und ihre wunderbare idee und auch für dich 2014. schön war’s mit dir, manchmal aber auch nicht.

ich habe noch nie so viel geweint und gelacht wie dieses jahr. bin hingefallen und hab mir unzählige male das knie aufgeschlagen, bin aufgestanden und trotzdem weiter gelaufen. bin barfuß über wiesen gerannt und habe räder geschlagen. hab viele regenbögen gesehen, aber auch viele wolken vor der sonne gezählt. 

zu zu beginn des jahres habe ich mich offiziell und ohne viel nachzudenken von meinen langen haaren getrennt. und ja, sie waren wirklich lang. sie waren fast so lang, dass sie meinen bauchnabel mit den spitzen berührt haben. neues jahr – neue frisur, dachte ich mir. weg mit den altlasten, immerhin wachsen haare im monat einen zentimeter und da hingen eine menge erinnerungen drin. nun waren sie nur noch bis zur schulter und ich fand es prima! jetzt ist das ein jahr her und ich habe meinen haaren keine chance gelassen, neue erinnerungen in den spitzen wachsen zu lassen, denn ich habe sie mir immer wieder auf schulterlänge abschneiden lassen. eigentlich ist das auch gar nicht schlimm, den die erinnerungen sind immerhin ja auch in meinem kleinem herz abgespeichert. diese erinnerungen, sind große und kleine momente, tolle und schlechte augenblicke.

dieses jahr, in diesem besagten zweitausendvierzehn, bin ich fünfundzwanzig geworden und trotzdem fühle ich mich noch wie verdammte fünfzehn. ich bin praktisch in der pubertät hängengeblieben. nicht nur, dass ich angeblich noch so aussehe und selbst beim bierkauf immer nach meinem ausweis gefragt werde, nein. ich benehme mich auch manchmal so. ich gebe es zu. manchmal habe ich auch noch hier und da ein pickel im gesicht. ich dachte das würde irgendwann aufhören, so mit mitte zwanzig, aber anscheinend fühlt sich meine haut auch noch wie ein teenager, eben genauso wie mein kopf und wie mein herz. vielleicht bin ich auch noch 14, ich weiß es nicht. es sind doch immer noch die selben probleme und sorgen, wie damals, nur irgendwie ein wenig anders, vielleicht auch etwas ernster. naja und die miete muss ich auch selber zahlen und die krankenversicherung. hab gehört, das macht man so mit 25.

dieses besagte zweitausendvierzehn sollte eigentlich das jahr werden, indem ich meinen bachelor schreibe, hab mich wohl geirrt. leider ist das durch „ominöse“ umstände gescheitert. ich will ja nicht der uni die schuld in die schuhe schieben, oder in das mangelnde angebot der universität, was verhindert hat meinen letzten kurs zu absolvieren, ja auch ich war schuld. ich war faul. sehr faul. schlafen ist dann doch viel schöner und wer geht bitte schon vor zwölf uhr in die uni? wenn du student bist, dann geht man ja auch schließlich in der woche feiern. ja am besten zwei tage vor dem wochenende und danach. da bleibt nicht viel zeit für lernen und schlafen.

dieses jahr, da war ich auf vielen konzerten und auf einem festival. ein festival pro jahr muss einfach sein, das ist mein persönlicher urlaub vom leben, denn wenn nicht dort, wo und wann dann, kann man sich benehmen wie ein asoziales schwein, dass sich morgens um zehn das erste bier aufreist? kein mensch würde auf die idee kommen, dir dort einen vorwurf zu machen, wenn du fünf tage lang durchsäufst und eklig riechst und nur ungesundes zeug frisst, aus der dose. kalt. du bist mit freunden zusammen und hast spaß, vergisst den alltag und siehst auch noch tolle bands, wenn du nicht gerade besoffen in der ecke liegst. außerdem ist es doch auch mal schön, in der natur zwischen kotze und müllbergen zu zelten. macht man schließlich auch nicht jeden tag.

zweitausendvierzehn, ja da habe ich auch meine weisheitszähne hergeben müssen. das war nicht ganz so schön, das tat weh. zwei wochen lang. aber diese schmerzen sind vorbei, manche schmerzen im herz sind geblieben. nicht die von den weisheitszähnen, sondern die, die von menschen verursacht worden sind. das waren nicht immer schmerzen wegen der liebe, sondern auch wegen freundschaften. manche freunde, die ich letztes jahr noch hatte, sind dieses jahr nicht mehr da, oder nur noch zur hälfte. irgendwie hat man sich aus den augen verloren und irgendwie hat man sich einfach nicht mehr gemeldet. von der liebe muss ich gar nicht erst anfangen, denn die liebe ist eh ein altes luder, die dich in stücke fetzt, oder auch dein herz. und dann lacht. und du heulst.

in der vierten hälfte des jahres bin ich umgezogen. jetzt teile ich mir eine wohnung, mit einer meiner besten freunde. diese freundin ist verrückt. wenn ihr sie kennen würdet, würdet ihr sie mögen, denn fast jeder mag sie. sie ist anders als die meisten menschen und bringt einen immer zum lachen, egal wie kacke es dir geht. wir haben jetzt eine wunderschöne wohnung und ich habe endlich meinen dielenfußboden, den ich immer wollte. gott segne den menschen, der diesen erfunden hat. wie kann man bitte auch auf teppich wohnen? ich jedenfalls nicht.

dieses jahr habe ich auch eine neue liebe entdeckt. maggi-würze. maggi ist liebe für meinen magen, maggi macht mich verdammt glücklich. wieso habe ich das nicht schon die jahre davor erkannt? noch mehr liebe ich maggi, in verbindung mit diesen einen bestimmten nudeln aus dem aldi. gott segne auch diesen menschen, der diese nudeln erfunden hat und natürlich den maggi-menschen. ich habe übrigens auch mein herz verloren, aber an einen menschen, der schon seit drei jahren bei mir ist, immer mehr. und dann hatte ich dieses jahr auch noch die petersilienhochzeit, mit meiner besten freundin sarah. meine liebste, wir sind tatsächlich schon zwölf jahre miteinander verbunden. unsere freundschaft ist für mich immer der größte halt gewesen und auch das wichtigste. nicht nur dieses jahr. wie könnte ich ohne dich überleben? dafür liebe ich dich unendlich sehr.

in diesem großen dreihundertfünfunsechtzig tagelangem zweitausendvierzehn ist so einiges passiert und dennoch habe ich nicht immer nur in die zukunft geblickt, ich habe auch gerne an vergangenes gedacht. in alten erinnerungen geschwelgt und höre heute noch die ganzen alten lieder, mit ihren herzschmerzt-texten und kann noch immer jede strophe auswendig mitsingen. am meisten liebe ich abende, an denen man zusammen sitzt, wein trinkt und über vergangenes spricht. dann hört man es „weißt du noch?“ sagen. weißt du noch, als wir im pool schwimmen waren? weißt du noch, wie wir auf der kirmes auf tischen getanzt haben? weißt du noch, als du diesen einen typen geküsst hast? weißt du noch, wie wir betrunken im sand lagen? weißt du noch, wie wir morgens in fremden betten aufgewacht sind? weißt du noch, wie wir mit der alten karre durch die gegend gefahren sind? weißt du noch…?

aber die vergangenheit ist nur noch eine erinnerung, so wie bald 2014 nur noch eine erinnerung ist. jetzt mache ich die augen auf und gucke in die zukunft und freue mich sogar schon ein bisschen auf 2015. bestimmt wird es wieder alles nicht so leicht und bestimmt gibt es wieder viel geschrei und geheule, lautes lachen und tanzen und am ende bitteren herzschmerz, wer weiß das schon. es wird so viel passieren, was wir nicht planen können und gibt dinge, die wir uns fest vorgenommen haben.

ich trete mit einem vorsichtigen fuß über die grenze am 31.12., taste mich mit der fußspitze langsam vor und springe dann mit vollem karacho rein.

herzmomente 2014

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5 Gedanken zu “Happy 2014.

  1. Susi, meine Liebste, wunderbarer Beitrag über dein explosives Jahr. Wie schön das ich sogar auch ein Teil davon bin… Hihihi. Auf ein nächstes. Mal sehen wie sich 2015 so anfühlt. ❤ Love.

  2. Pingback: Happy 2014 // Außerdem ist es doch auch mal schön, in der natur zwischen kotze und müllbergen zu zelten. macht man schließlich auch nicht jeden tag | fuerhilde

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