mein geliebtes weihnachten.

früher war weihnachten irgendwie nichts besonderes für mich. klar, es gab geschenke, tolles essen, viele süßigkeiten und ich habe immer superdupercoole spielsachen von sailor moon bekommen, da ich einfach der größte sailor moon freak der welt war, und heute mit 25 auch noch manchmal bin. was aber das „zusammensein“ der familie betrifft, war mir das irgendwie egal, bzw. eben nichts besonderes, weil ich meine famile eh jeden Tag um mich rum hatte.
hatte..

heute ist das alles anders.
meine familie lebt getrennt. in ganz deutschland sind wir verteilt. Mein bruder studiert in bayern, meine mutter und schwester leben an der nordsee, ich und mein papa sind als einzige in hessen zurückgeblieben. ich sehe meine mam, schwester und bruder meistens nur zwei mal im jahr, das macht mich oft sehr traurig und noch schlimmer, es bringt mich manchmal um. natürlich kann man durch die technik von heute via skype, facetime und co in verbindung bleiben, den anderen sogar sehen, mit ihm lachen oder weinen, reden… aber das schlimme daran ist, du kannst die person nicht anfassen, nicht riechen, gar nicht fassen. wie gerne würde ich meine mama, schwester oder bruder einfach mal in den arm nehmen.

..und ich kann es einfach nicht.

man kann nicht mal eben 500 km nach münchen fahren und auch nicht mal eben 400 km nach ostfriesland. für eine umarmung. ich vermisse meine familie jeden tag und jeder tag ohne sie, ist irgendwie nicht vollständig.

deshalb liebe ich jetzt weihnachten. weihnachten ist das einzige mal im jahr, wo wir alle zusammen kommen. wir sind wieder eine woche lang eine richtige familie, die morgens zusammen frühstückt, die abends zusammen im wohnzimmer sitzt und tv guckt, die zusammen einen spieleabend machen und auch manchmal drei oder zehn bier zusammen trinken und uns gegenseitig geschichten erzählen. jedes jahr packe ich meine reisetasche und fahre nach ostfriesland, mein bruder holt mich auf halber strecke ab und wir fahren gemeinsam hoch an die see.

am ersten tag haben meine kleine Schwester und ich den ganzen tag weihnachtskekse gebacken und meine mam und bruder haben den weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt. morgen ist es dann soweit, weihnachten! der orkan-artige wind und regen hier oben erinnern zwar eher an herbst, anstatt weihnachten, aber das ist mir egal, solange ich alle meine liebsten um mich habe und wir einfach nur glücklich sind, weil wir uns haben. wenn auch nicht für lang…

Frohe Weihnachten an euch alle meine Lieben! Lasst es euch gut gehen und umarmt alle eure Liebsten ganz fest und seid froh, dass ihr sie habt! ❤

„Noch niemand ward von seinem Genius in die Irre geführt. Mag das Ergebnis auch körperliche Schwäche sein, so kann doch vielleicht niemand sagen, daß die Folgen zu bedauern seien, denn dieses Leben war höheren Grundsätzen gemäß. Wenn uns Tag und Nacht so erscheinen, daß wir sie mit Freude begrüßen, wenn das Leben einen Duft ausströmt wie Blumen und würzige Kräuter, wenn es spannkräftiger, sternenreicher und mehr unsterblich wird – dann ist dies unser Erfolg. Die ganze Natur beglückwünscht uns, und wir haben Grund, uns einen Augenblick lang selig zu preisen. Die reichsten Gewinste, die höchsten Werte werden am seltensten geschätzt. Wir kommen nur zu leicht dahin, an ihrem Dasein zu zweifeln. Wir vergessen sie bald. Und doch sind sie höchst Wirklichkeit . . . Die wahre Ernte meines täglichen Lebens ist etwas so Unfaßbares, Unbeschreibliches wie Himmelsfarben am Morgen und Abend. Ein wenig Sternenstaub, ein Stückchen Regenbogen – das ist alles.“

HENRY DAVID THOREAU

sometimes I feel useless but then I remember I breathe out carbon dioxide for plants.

„ich atme, produktiver wird’s heute nicht mehr“ passt wohl am besten zur überschrift. ich habe heute nichts geschafft, gar nichts gemacht und der tag ist gleich vorbei. upsii. aber morgen ist ja auch noch ein tag – und rumliegen kann auch schön sein. manchmal brauch man einfach eine pause vom leben und dann ist ein einfaches „nichts-tun“ das beste was man machen kann. und tee trinken. meine zimmerpflanzen danken mir.

ich hoffe ihr hattet alle einen schönen tag und habt etwas gemacht, was euch glücklich macht!  

immer und immer.

manchmal knick ich einfach ein, innerlich. das ist dann so ein tag wie heute, dunkelbunt mit regen gemischt und plötzlich kommt dieses altbekannte gefühl, was mich wie ein blitzschlag mitten ins herz trifft. es kommt von irgendwo da draußen her und stellt mir ein bein, so richtig auf die miese art. es lauert hinter einer ecke und streckt den fuß raus, während ich dort vorbeilaufe. dann falle ich hin und bin von mir enttäuscht, weil ich mal wieder diesen blöden fuß übersehen habe, zum fünfhundertsiebenundsiebzigsten mal. am liebsten will ich dann das gefühl laut anschreien, dass es sich verpissen soll, mich einfach gehen lassen soll. dass du mich gehen lassen sollst. aber wie soll man gefühle anschreien? kann mir das mal jemand verraten?

bitte.hör.einfach.auf.

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