einunddreißig tage.

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prokrastination mein schatz.

uuuuunnnnnd zack, jahr um. in gefühlten zehn sekunden raste das jahr gerade an mir vorbei, als ich nichtsahnend  auf das heutige datum schaute und feststellte, ich hab gar nichts geschafft, gar nichts gemacht, zumindest kommt es mir irgendwie so vor. ohje.

liebes zweitausendvierzehn, du kannst doch nicht einfach gehen, wenn ich noch nichts angefangen habe, nichts fertig gemacht habe? ich habe dieses jahr hundert to-do-listen geschrieben und doch habe ich den eindruck nirgends ein häkchen gesetzt zu haben. jetzt fühle ich mich schlecht.

ich habe mein studium immer noch nicht beendet, obwohl das der große masterplan für zweitausendvierzehn war, ich habe auch immer noch kein praktikum absolviert und ich habe immer noch nicht die hausarbeit, von vor drei semestern abgegeben. ich habe meinen bruder nicht in münchen besucht und ich habe auch nicht angefangen mit dem rauchen aufzuhören. ich wollte mehr sport machen und ich wollte weniger ungesund leben. das einziges was geklappt hat war, dass ich in meinem faulen studentischen dasein zu viel gefeiert hab, zu wenig zur uni gegangen bin und die meisten nächte betrunken und mit liebeskummer an irgend einer theke rumhing. ich habe die meisten nächte zum tag gemacht und andersrum. ich bin zur arbeit gegangen und habe mir in meinem vierhundertfünfzig-euro-job die hände wund geschrubbt, damit ich mir irgendwas kaufen kann, was ich dann doch nie gekauft habe. ich hab mir so viel vorgenommen, jeden tag wollte ich so viel machen und am ende des tages, hatte ich dann wieder am nächsten tag viel vor, weil ich wieder lieber im bett lag und im tv bescheuerte serien geguckt habe.

so und nun sitz ich hier, stelle erschrocken fest, dass morgen der erste dezember ist und nur noch verdammte einundreißig tage, siebenhundertvierundvierzig stunden bleiben, endlich damit anzufangen, etwas anzufangen. also mache ich jetzt das beste draus. viel werde ich wohl nicht mehr schaffen aber so ein klitzekleines häkchen, kann ich am ende ja vielleicht doch noch auf die bescheuerten to-do-liste setzen und nächstes jahr wird alles ganz anders, ganz bestimmt! dreihundertfünfundsechtzig neue chancen.

aber, aber! sinnlos war das jahr dann doch auf keinen fall. es gab viele tolle ungeplante momente, die so unglaublich wunderbar und voller zauber, einhörner und glitzer waren und das ist sowieso alles viel viel besser, als alles, was wir uns eigentlich immer vornehmen. genau das macht unser leben aus, jahr für jahr. es kommt nicht darauf an, dass wir was schaffen, in diesem und jenen jahr, sondern, dass wir einfach glücklich sind. ich hab längst nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen habe, aber dafür hatte ich die besten momente und freunde der welt und war die meiste zeit sehr glücklich. nur noch ein monat und dann auf in ein wundertolles zweitausendfünfzehn mit neuen hürden, neuen aufgaben und neuen zielen! vorher heißt es jetzt aber noch, in den letzten tagen, die besten momente einzufangen und das beste daraus zu machen. und los! 

sagt mir, habt ihr dieses jahr alles geschafft, was ihr euch vorgenommen habt?

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6 Gedanken zu “einunddreißig tage.

  1. schließe mich candy an – guter text! und, was ich denke ist, dass man sich an sich selbst orientieren muss. und an den aktuellen begebenheiten und bedürfnissen. die ziele und pläne im hinterkopf, aber auch das bewusstsein, dass alles seine zeit und sein tempo hat. ich habe im nanowrimo meine 50.000 worte geschrieben, ein romanprojekt, welches ein anderes überholt hat. das ist geschafft und auch ansonsten habe ich geschafft, was ich schaffen wollte, ja. aber es gab auch dinge oder gibt auch dinge, die ins nächste jahr übertragen werden und das ist für mich auch völlig in ordnung so. warum sich selbst zu sehr unter druck setzen? wie du auch sagst – leben! und zwar so gut, wie es eben geht. liebe grüße

  2. Dieser Text liest sich wunderschön.

    …habe ich dieses Jahr alles geschafft…?
    Nicht alles. Aber dafür einige andere Dinge, die nicht im Plan standen. Ob das gut war, muss ich noch herausfinden. Am Ende ist es doch auch irgendwie das Herz, das dazwischenfunkt und auch wenn der Kopf nicht weiß, warum, gibt es dennoch Gründe, die zu finden ich mir Zeit nehmen könnte, wenn ich wollte. Zu leben heißt, auch mal vom Plan abzuweichen, bei der Kreuzung die falsche Abzweigung nehmen und Erfahrungen machen. Insofern habe ich den vielleicht wichtigsten Punkt der To-Do-Liste geschafft.

    Auf ein Neues, 2015! 😉

    • meine liebe 🙂 vielen dank für dein kommentar! du hast vollkommen recht. man muss auch mal eine falsche abzweigung nehmen und es kann nicht immer alles nach plan laufen. und das ist auch gut so, denn durch diese falsche abzweigungen, entstehen neue chancen und situationen, von denen wir vielleichr dachten, wir brauchen sie nicht. dabei sind es genau die dinge, die uns evtl, gefehlt haben. Und die sachen, die dann auf der strecke geblieben sind, die kann man ja immer noch nächstes jahr vollenden. 🙂 das leben bringt halt immer wieder neue situationen, die am schönsten und tollsten sind, wenn sie eben nicht geplant sind! Hab tolle feiertage und einen super start ins neue jahr! alles liebe, b.

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