chapter three.

asphalt ist hart aber gerecht.

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wärst du gerne etwas besonders? hättest du gerne ein eigenes denkmal?

wir leben auf dieser welt, wir laufen jeden tag auf ihrer straße und wir liegen auf ihrer wiese und wir stolpern auf ihren wegen. und wenn du so läufst und dich fragst, ob du später mal jemand besonders sein wirst, dann findest du darauf keine antwort. die meisten menschen machen nichts besonders aus ihrem leben. sie gehen zur schule, machen eine ausbildung, oder auch nicht. gehen auf hochschulen und arbeiten in jobs die sie nicht lieben und sterben irgendwann.

ich frage mich, wenn ich so die straße langlaufe, ob ich das will. will ich dieses normale leben? will ich nicht lieber was großes erfinden, was großes leisten? was total verrücktes machen, etwas was ich liebe und etwas was mir spaß macht? eigentlich will ich kein normales leben, wie jeder zweite. aber ich habe nicht das geld für großes, ich lebe nicht in der richtigen stadt für großes und ich kann auch nichts richtig gut, was mich großes leisten lässt.

ich frage mich, wenn ich so die straße langlaufe, ob ich später mal vergessen bin. wenn ich tot bin, und noch mal hundert jahre vergehen, ob mich dann noch jemand kennt. wissen meine nachfahren vielleicht noch wer ich war?. wie ich gelebt habe und wie ich ausgesehen habe? ich denke nicht. ich werde dann einfach irgendeine uroma von irgendjemanden sein, die mich nicht mehr kennen, so wie ich meine uroma nicht kenne und nicht weiß, wie sie mal ausgesehen hat. war sie hübsch? was hat sie so gemacht und wie war wohl ihr leben? ich weiß es einfach nicht. und eigentlich macht man sich da auch nicht viele gedanken drum. ich kannte sie nicht und deshalb ist es mir eigentlich egal. und später werde ich genauso egal sein.

ich frage mich, wenn ich so die straße langlaufe, ob ich es jemals schaffen kann, etwas besonders zu sein. Ich wäre gerne etwas besonderes und ich möchte nicht, dass man mich vergisst. ich will gar nicht reich und berühmt sein wie eine sängerin oder eine schauspielerin. ich will etwas anderes. ich will was gutes tun und ich will gerne ein guter mensch sein. ich will sein wie die brüder grimm. ich will was schönes machen. ich will menschen etwas schönes zeigen und will menschen tolle märchen erzählen. aber das gibt es schon alles.

wenn ich dann irgendwann sterbe, dann möchte ich mich nicht fragen, ob ich was verpasst habe und ich möchte mich nicht fragen, was eigentlich der sinn hier auf der erde war. ich möchte ein schönes leben gehabt haben und ich möchte auch nichts getan haben, was ich nicht aus ganzem herzen geliebt habe. am ende will ich glücklich sein und wissen, dass ich was gemacht habe, was mich erfüllt hat. was meinem leben einen sinn gegeben hat. ich will wissen, dass ich gute freunde hatte und ich will wissen, dass mich meine familie geliebt hat. ich will alles gemacht haben, was ich mir nicht zugetraut hätte und ich will alles ausprobieren worauf ich lust hatte und vielleicht auch wovor ich angst hatte. ich will alles mitnehmen und ich will reisen. ich will so viele städte sehen und ich will irgendwann mal hier raus. aber am meisten will ich nichts vermissen und glücklich gewesen sein, auch wenn ich am ende dann doch nicht alles geschafft habe und mich nach hundert jahren keiner mehr kennt.

und wenn man dann so über all das nachdenkt, stolpert man über einen stein und der aspahlt holt dich zurück in die realität. und weil er so zu allen menschen ist, ist das auch gerecht. dann liegst du da und weißt, dass du das womöglich alles niemals schaffen wirst und dass es vielen menschen so gehen wird. die meisten werden spätestens in hundertfünftzig jahren vergessen sein und keiner kennt mehr ihren namen, auch mir wird es so gehen.

keiner wird uns ein denkmal bauen. dein name wird niemals in den zeitungen dieser welt stehen.und auch keine straße, wird nach dir benannt sein. wir sind so klein hier auf dieser welt. wir sind nur eine kleine person von knapp 7,2 milliarden menschen auf der welt. und wir werden so schnell wieder weg sein und vergessen sein, wie der wind, der an uns vorbei bläst, wenn wir auf dem aspahlt liegen und unsere blutiges knie angucken.  vielleicht ist das auch alles gar nicht mal so wichtig. die hauptsache ist doch, dass wir ein schönes leben auf dieser wundervollen welt hatten.

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