chapter two.

i am constantly torn between killing myself and killing everyone around me.

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du wachst morgens auf und weißt nie was passieren wird. du weißt, dass du zur arbeit gehst, du weißt, dass du zur uni musst oder in die schule. du weißt aber niemals was so alles dazwischen passieren kann. vielleicht lächelt dich jemand an, den du gar nicht kennst und freust dich, dass es jemand gibt, der dich einfach so angelächelt hat. vielleicht winkt dir ein vorbeilaufendes kind zu und du freust dich, weil es so süß geguckt hat und noch gar nichts von dieser welt versteht. vielleicht bekommst du eine sechs in mathe oder vielleicht auch eine eins. vielleicht findest du geld auf der straße oder du siehst ein weinendes mädchen an dir vorbeilaufen. vielleicht bekommst du auch ein lob oder eine umarmung von jemanden, den du magst und vielleicht auch einen kuss. vielleicht siehts du jemanden, den du vermisst hast oder an den du gedacht hast und manchmal steht es einfach eins zu hundert, dass du dieser person überhaupt begegnest. und dann begegnest du ihr.

du bekommst herzklopfen. hallo herz, da bist du ja. die ganzen tage warst du weg. rennst du weg? gehst du auf die person zu oder tust so, als ob du sie nicht gesehen hast?

und wenn du dann auf das herz hörst, dann ist es falsch. du weißt genau, dass du die person, wenn du sie siehst, mit ihr redest, dein ganzen tag sich alles nur noch um sie drehen wird. dein kopf, dein herz, dein körper ist dann XY-Versucht. weil du nur noch an den augenblick denken kannst, an dem du diese person gesehen hast, mit ihr gesprochen hast und sie dich angelächelt hat oder dir einen kuss auf die wange gegeben hat. und dann willst du ihr so viel sagen und so viel erzählen und dann sagst du doch nichts und gehst wieder weil einer von beiden weiter muss.

und wenn du dann auf dein kopf hörst, dann ist es falsch. du weißt genau, dass du die person, wenn du sie nicht sieht, nicht mit ihr reden kannst, sie nicht umarmen kannst und du auch keinen kuss auf die wange bekommst. dann ist dein kopf, dein herz und dein körper zwar nicht XY-Versucht, aber du wünscht dir, dass du mit der person gesprochen hättest, du wünscht, dass du der person kurz in die augen gucken könntest und du wünscht dir manchmal auch, diese person nur kurz zu umarmen und für fünf minuten zu sehen.

wenn du dann nach hause wankst, fängt wieder alles von vorne an, weil du XY schon seit einigen tagen aus deinem gedächtnis verdrängt hast. du hast sie rausgeschmissen und zehn schlösser vor den einigang deines gehirns gehangen …und dann ist sie wieder da.

und das sind dinge, die man morgens nicht weiß. du stehts auf und gehts durch die haustür und dann passieren dir lauter solche sachen, die dich den ganzen tag nicht mehr in ruhe lassen und die dich dann runterziehen und dich auf den boden reißen und dich zu einem jammerlappen machen.

du kannst natürlich auch durch die haustür gehen und dich von einem bus überfahren lassen. vielleicht ist das manchmal die bessere alternative als schmetterlinge im bauch und einem kammerflimmern in der brust.

 

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